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Safe. Grundlagen der Polyvagal-Theorie und Achtsamkeitspraxis für die Eigenanwendung/Selbstfürsorge und Arbeit mit Klient*innen – mit Marcin Jankowski

Die Polyvagal-Theorie von Prof. Dr. Stephen W. Porges beschäftigt sich mit der neuronalen Regulation des autonomen Nervensystems. Sie betrachtet zahlreiche psychische Störungen weniger als Erkrankung, sondern vielmehr als Probleme der Selbstregulation. Dabei geht es oft um objektiv gesehen ungefährliche Reize, die von unserem Nervensystem unbewusst wahrgenommen und subjektiv als Bedrohung interpretiert werden. Um unser Überleben in bedrohlichen Situationen zu sichern, reagiert unser Nervensystem darauf instinktiv mit der Ausführung von Schutz- bzw. Verteidigungsstrategien (Kampf-Flucht-Erstarrung).

Austausch, Lernprozesse und Wachstum können nur an Orten – subjektiv – empfundener Sicherheit stattfinden. Somit stellt die gefühlte Sicherheit die Basis einer jeden wirkungsvollen Therapie und Beratung dar. Daher wird dieses Seminar von folgenden Fragen geleitet:

  • Wie können wir als Berater*innen und Therapeut*innen effektiv für ein Gefühl der Sicherheit in der Therapie/Beratung sorgen?
  • Welche Faktoren müssen wir berücksichtigen, um unseren Klient*innen einen sicheren Raum bieten zu können (Co-Regulation)?
  • Wie können wir die Klient*innen anleiten, sich selbst sicherer zu fühlen (Selbstregulation)?
  • Wie können wir die Erkenntnisse der Polyvagal-Theorie erfolgreich in unsere therapeutische Arbeit integrieren?

Am ersten Seminartag beschäftigen wir uns mit den Grundlagen der Polyvagal-Theorie sowie der Achtsamkeitspraxis. Der Schwerpunkt liegt dabei bei der Person der* Therapeut*in/Berater*in. Auf der Theorie aufbauend gibt es eine ausdrückliche Einladung dazu, die konkreten Auswirkungen dieser Theorien in der praktischen Anwendung an sich selbst zu erfahren, sodass Sie das Gelernte gut bei sich verankern können.

Am zweiten Seminartag liegt der Fokus bei der Anwendung des am ersten Tag Gelernten und Erfahrenen in der Arbeit mit Klient*innen. Dabei geht es einerseits darum, einen sicheren, einladenden Raum für Klient*innen herzustellen und zu halten, andererseits die Klient*innen dazu zu ermutigen, sich mit dem eigenen Nervensystem anzufreunden und sich selbst zu regulieren.

Das Seminar bietet eine Kombination aus Wissensvermittlung, Selbsterfahrung und interaktivem Austausch in Kleingruppen und im Plenum.

Dozent: Marcin Jankowski

Diplom-Psychologe, Systemischer Therapeut / Paar- und Familientherapeut (SG), NARM-Practitioner/Therapist, Coach (ICI), Stressmanagement-Trainer (AHAB), Compassion-Based Meditation Facilitator, Certified Compassion Fatigue Professional, in Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten (VT) mit Zusatzqualifikation Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie (VT), Co-Leitung im Kurs: „Systemisch! Vom Nichtwissen und der Uneindeutigkeit“ – Kompaktweiterbildung Systemische Beratung für Studierende sowie Systemische Beratung in der Sozialen Arbeit.

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