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Beziehungen öffnen
Paar- und sexualtherapeutische Begleitung von Öffnungsprozessen

Der Wunsch, eine bislang monogame Beziehung zu öffnen, kann Paare in ein Spannungsfeld führen. Die Partner*innen verbinden mit einer möglichen Öffnung unterschiedliche Wünsche, Hoffnungen und Befürchtungen. Fragen nach Exklusivität und Freiheit, Eifersucht und Verlustängste werden ebenso bedeutsam wie die Aushandlung von Grenzen und Vereinbarungen.

Wie lassen sich Paare begleiten, wenn eine Person die Beziehung öffnen möchte und die andere nicht oder noch nicht? Wie können Öffnungswünsche erkundet werden, ohne sie vorschnell als Lösung oder Problem zu betrachten? Und wie können unterschiedliche Bedürfnisse und Ambivalenzen sichtbar und besprechbar werden?

Die Fortbildung bietet Orientierung und konkrete therapeutische Zugänge für die Begleitung von Beziehungsöffnungen.

Themen der Fortbildung

  • offene, polyamore und weitere Formen einvernehmlicher Nicht-Monogamie
  • Motive, Hoffnungen, Ängste und Ambivalenzen bei Öffnungswünschen
  • typische Dynamiken und Krisen im Prozess einer Beziehungsöffnung
  • Bedürfnisse, Grenzen und Vereinbarungen
  • Konsens, Macht und Abhängigkeiten in Entscheidungsprozessen
  • therapeutische Arbeit mit Eifersucht, Verlustangst und Unsicherheit
  • gesellschaftliche Vorstellungen von Liebe, Treue, Sexualität und „gelingender“ Partnerschaft
  • Reflexion eigener Werte, Beziehungsvorstellungen und Reaktionen im therapeutischen Prozess

Das Seminar ist praxis- und erfahrungsorientiert. Kurze fachliche Inputs wechseln sich mit Live-Demonstrationen, Rollenspielen, Aufstellungen, Selbstreflexion und kollegialem Austausch ab. Eigene Fälle und Fragestellungen sind willkommen.

 

Referent:
Prof. Dr. Agostino Mazziotta, Diplompsychologe, Master of Counseling in Ehe-, Familien- und Lebensberatung, Systemischer Sexualtherapeut, Supervisor (DGSv). Seit 2020 Professor für Diversität und Community Work an der Fachhochschule in Münster. Aus- und Weiterbildungstätigkeiten, Lehraufträge an unterschiedlichen Universitäten und Hochschulen im In- und Ausland, Veröffentlichungen in Fachzeitschriften und Fachbüchern. Chefredakteur der Verbands- und Fachzeitschrift „Blickpunkt EFL-Beratung“.

 

Polyamore Beziehungen therapeutisch begleiten – Emotionen, Sexualität und Beziehungsnetzwerke

In polyamoren Beziehungen können Veränderungen in einer Beziehung Auswirkungen auf weitere Beziehungen haben. Unterschiedliche Bedürfnisse nach Nähe, Autonomie und Verbindlichkeit können miteinander in Spannung geraten, während mehrere Beziehungen und Perspektiven gleichzeitig bedeutsam sind. Dabei können Eifersucht, Verlustangst und Konkurrenz ebenso auftreten wie Mitfreude, Verbundenheit und Sicherheit.

Wie können Therapeut*innen die unterschiedlichen Perspektiven und Dynamiken innerhalb eines Polyküls im Blick behalten? Wie lässt sich mit Eifersucht, Verlustangst, Mitfreude und anderen widersprüchlichen Gefühlen arbeiten? Und wie lassen sich Veränderungen und Krisen begleiten, die über eine einzelne Beziehung hinauswirken?

Die Fortbildung bietet Orientierung und konkrete therapeutische Zugänge für die Arbeit mit Menschen in polyamoren Beziehungen und anderen Mehrpersonen-Beziehungskonstellationen.

Themen der Fortbildung

  • Rollen, Positionen und Dynamiken in Polykülen
  • unterschiedliche Bedürfnisse nach Nähe, Autonomie, Verbindlichkeit und Zugehörigkeit
  • therapeutische Arbeit mit Eifersucht, Verlustangst, Konkurrenz, Mitfreude und Ambivalenz
  • Sexualität in Mehrpersonenbeziehungen: Bedürfnisse, Grenzen und Aushandlungsprozesse
  • Familie und Elternschaft in polyamoren Beziehungskonstellationen
  • Krisen, Trennungen und Veränderungen von Beziehungsnetzwerken
  • Ressourcen und Bewältigungsstrategien in polyamoren Beziehungen

Das Seminar ist praxis- und erfahrungsorientiert. Kurze fachliche Inputs wechseln sich mit Live-Demonstrationen, Rollenspielen, psychodramatischen Aufstellungen, Selbstreflexion und kollegialem Austausch ab. Eigene Fälle und Fragestellungen sind willkommen.

 

Referent:
Prof. Dr. Agostino Mazziotta, Diplompsychologe, Master of Counseling in Ehe-, Familien- und Lebensberatung, Systemischer Sexualtherapeut, Supervisor (DGSv). Seit 2020 Professor für Diversität und Community Work an der Fachhochschule in Münster. Aus- und Weiterbildungstätigkeiten, Lehraufträge an unterschiedlichen Universitäten und Hochschulen im In- und Ausland, Veröffentlichungen in Fachzeitschriften und Fachbüchern. Chefredakteur der Verbands- und Fachzeitschrift „Blickpunkt EFL-Beratung“.